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Hilfe bei schmerzenden und dicken Beinen – die Lipödem-Therapie

Mrz 29, 2019 von annalenazechel Kategorie:: Allgemein, Körper 0 Kommentaren
Lipödem-Therapie in Erlangen | Grimm Ästhetik

Geschwollene Beine sind nicht in jedem Fall die Folge von Übergewicht oder zu wenig Bewegung. Auch bei einem sogenannten Lipödem weisen meist die Beine, teilweise auch die Arme, Schwellungen auf, die bei den Betroffenen zu starken Schmerzen führen. Die Lipödem-Therapie in Erlangen bietet diesen Personen eine dauerhafte Lösung gegen ihre Beschwerden. Dadurch lässt sich vielfach ein großes Plus an Lebensqualität erzielen. Für viele Betroffene stellt die Behandlung des Lipödems nicht nur eine Möglichkeit dar, sich wieder wohl im eigenen Körper zu fühlen, sondern wieder einen schmerzfreien und uneingeschränkten Alltag leben zu können.

Was ist ein Lipödem?

Als Lipödem wird eine krankhafte Fettverteilungsstörung bezeichnet. Die Fettvermehrung tritt in der Regel symmetrisch auf, das bedeutet, dass beide Beine und/oder beide Arme betroffen sind. Fast ausschließlich sind es Frauen, die an Lipödemen leiden. Neben Wassereinlagerungen, die die Gliedmaßen dick und schwer werden lassen, zählen auch eine erhöhte Hämatomneigung, eine stärkere Druck- und Berühungsempfindlichkeit sowie Spannungsschmerzen zu den charakteristischen Merkmalen eines Lipödems. Während die Beine und/oder Arme schmerzhaft geschwollen sind, bleiben die Fußgelenke, die Hüfte, der Oberkörper und die Hände hingegen schlank.

Das Lipödem ist eine chronische Erkrankung, die stufenweise verläuft. Infolgedessen verschlimmert sich das Krankheitsbild mit der Zeit und schränkt die betroffenen Personen zunehmend in ihrem alltäglichen Leben und insbesondere in ihrer Bewegungsfreiheit ein. Als Ursache für das Lipödem werden ein anormales Wachstum der Zellen und des Gewebes sowie eine Volumenzunahme durch Wasseransammlungen angenommen. Was diese Umstände auslöst, ist jedoch noch nicht abschließend geklärt.

Was ist ein Lymphödem?

Im Gegensatz zum Lipödem liegt beim Lymphödem keine Fettverteilungsstörung vor, sondern es kommt zu einer Ansammlung von Lymphflüssigkeit. Verschiedene Gründe können dazu führen, dass die Lymphflüssigkeit nicht richtig abfließen kann, darunter zum Beispiel das anlagebedingte Fehlen oder eine Verengung der Lymphgefäße. Infolgedessen schwellen meist die Gliedmaßen inklusive der Hände und Füße an. Ein Lymphödem liegt in der Regel nicht symmetrisch vor. Auch ist beim Lymphödem keine erhöhte Druck- oder Berührungsempfindlichkeit festzustellen. Jedoch sind die betroffenen Areale anfälliger für Entzündungen.

Herkömmliche Therapie bei einem Lipödem

Heilbar sind Lipödeme leider nicht. Zu den konservativen Behandlungsverfahren zählen vor allem Lymphdrainagen, physiotherapeutische Übungen und Kompression mittels spezieller Kleidung. Diese Maßnahmen können zum einen die Beschwerden lindern und zum anderen den Verlauf der Erkrankung verlangsamen. Zusätzlich wirken sich Sport und eine gesunde Ernährung positiv auf die Therapieerfolge aus. Als operative Behandlungsmöglichkeit hat sich die Liposuktion (Fettabsaugung) etabliert. Sie entfernt die krankhaft veränderten Fettzellen gezielt aus dem Körper. Da die Anzahl an Fettzellen bei einem erwachsenen Menschen genetisch festgelegt ist, können keine weiteren Fettzellen nachgebildet werde.

Vorteile einer Fettabsaugung beim Lipödem

Auch wenn die Liposuktion die eigentliche Ursache des Lipödems – welche noch nicht genau erwiesen ist – nicht behandeln kann, so ist sie jedoch in der Lage, die vermehrten Fettzellen dauerhaft aus dem Körper zu entfernen. Dadurch lässt sich die Körpersilhouette verschlanken und auch die Schmerzen verschwinden. Da sich einmal entfernte Fettzellen nicht neu bilden, erzielt die Liposuktion ein dauerhaftes, ästhetisches Ergebnis im behandelten Areal. Dass das Lipödem an einer anderen Körperstelle auftritt, kann allerdings nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Wie wird eine Fettabsaugung durchgeführt?

Zunächst findet ein ausführliches Beratungsgespräch statt, in dem der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie den Patienten genau untersucht und seine Beweggründe erfragt. Anhand der Angaben und Befunde erstellt der Spezialist einen individuellen Behandlungsplan. Hierbei klärt er den Patienten genauestens über den Ablauf, die Vor- und Nachsorgemaßnahmen und über die Risiken des Eingriffs auf.

Am Tag der Liposuktion werden die entsprechenden Behandlungsbereiche auf der Haut des Patienten markiert. Die Fettabsaugung findet meist unter Vollnarkose statt und dauert je nach Umfang des zu behandelnden Areals zwischen ein und drei Stunden. Mit einer feinen Kanüle werden die Fettzellen aus dem Körper abgesaugt. Dafür setzt der Ästhetisch-Plastische Chirurg kleine Hautschnitte, um die Kanüle in den Körper führen zu können. Durch das Absaugen kann die Körpersilhouette harmonisch geformt werden.

Für gewöhnlich müssen die winzigen Hautschnitte nach der Behandlung nicht vernäht werden, sondern sie wachsen von allein wieder zusammen. Unmittelbar nach der Liposuktion kann noch Wundflüssigkeit austreten – das ist ganz normal und gibt keinen Grund zur Sorge.

Was ist im Anschluss zu beachten?

Nach der Liposuktion bleiben die Patienten meist für eine, seltener für mehrere Nächte in der Klinik, um sich von dem Eingriff zu erholen. Bei kleinen Operationen ist teilweise auch eine Behandlung unter ambulanten Bedingungen möglich – im Falle eines Lipödems ist es jedoch für gewöhnlich sinnvoll und empfehlenswert, einen kurzen stationären Aufenthalt anzuschließen. Um eine natürliche Formgebung zu unterstützen, den Heilungsverlauf zu begünstigen und das Risiko für postoperative Komplikationen möglichst gering zu halten, tragen die Patienten nach der Fettabsaugung spezielle Kompressionskleidung. Etwa vier bis sechs Wochen lang sollten sich die Patienten körperlich schonen.

Je nach Umfang der Behandlung kann es möglich sein, dass mehrere Sitzungen notwendig sind, um die Fettzellen zu entfernen. Das Absaugen einer zu großen Menge Fettgewebe kann zu Risiken und unerwünschten Nebenwirkungen führen.

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